Solidarität mit Nilgün Demir

AD-Demokraten Vorstand Remzi Aru solidarisiert sich mit Nilgün Demir (SPD) und lädt Politiker, die auf dem Boden des Grundgesetzes stehen zur Mitgliedschaft ein 

Die nach eigenen Angaben „freiwillig“ zurückgetretene Ratsfrau aus Schleswig gab als Grund unter anderem die Nachwirkungen eines Interviews vor einem Jahr an. Bei einem Gespräch habe sie versucht, die „Sichtweise der türkischen Bevölkerung“ zu vermitteln. Man warf ihr daraufhin eine Erdogan freundliche Position vor. In der Folge soll sie aus ihrer Partei ausgegrenzt worden sein.

Der Vorsitzende der AD-Demokraten Remzi Aru solidarisiert sich öffentlich mit allen Politikern, die aufgrund Ihrer differenzierten Positionen gegenüber Minderheiten aus Ihren Parteien gedrängt werden. „Es ist unerträglich, wie die deutsche Politik mit ihren eigenen Mitgliedern aufgrund ihrer Meinung und Herkunft umgeht. Wir laden alle Politiker, die aufgrund ihrer Herkunft und den Parteivorgaben abweichenden Positionen gegenüber Minderheiten, aus Ihren Parteien ausgeschlossen wurden dazu ein, sich uns anzuschließen“.

Der Rücktritt sei „symbolisch für die zunehmend türkenfeindliche Stimmung in der deutschen Gesellschaft und Politik“ und habe nun „einen gefährlichen Höhepunkt“ erreicht. Die laufenden de Facto Rauswürfe von türkisch-stämmigen aus ihren Parteien, würden „die wachsende Kluft zwischen dem demokratisch-pluralistischem Selbstverständnis Deutschlands und der gelebten Realität offenbaren“, so Aru.

Der Fall Nilgün Demir ist nur einer unter fast einem Dutzend dokumentierten Fällen, bei denen türkische Politiker in Europa für differenzierte Positionen im Zusammenhang mit der Türkei oder der türkischen Bevölkerung ausgegrenzt wurden.

 

Die Allianz Deutscher Demokraten wurde im Juni 2016 gegründet, die Gründer heißen Remzi Aru, Ramazan Akbas und Halil Ertem. Die Partei setzt sich für die gesellschaftliche Gleichberechtigung von Menschen mit Migrationshintergrund, gegen deren kulturelle Assimilierung und sprachliche Ausgrenzung ein. Wirtschaftlich fordert die Partei eine Reduktion der staatlichen Regulierung der Märkte und ein Ende des Wirtschaftslobbyismus mit mehr sozialer Marktwirtschaft. Die Partei steht fest hinter der Europäischen Idee und distanziert sich von jeglichem politischen Extremismus.

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