Nürnberg – Rentnerin zusammengeschlagen

AD-Demokraten verurteilen den Angriff. Und diejenigen, die aus dieser abscheulichen Tat Profit schlagen möchten.

Vergangene Woche wurde eine Rentnerin in Nürnberg brutal zusammengeschlagen. Wir verurteilen diese perfide Tat. Genau wie die darauffolgende Berichterstattung in den deutschen Medien. Diese spaltet, hetzt die Gesellschaft gegeneinander auf und spielt den Feinden der Demokratie in die Arme.

Auf offener Straße hatte ein nur mit einer Unterhose bekleideter Mann eine 73 Jahre alte Frau geschlagen. Als diese bereits am Boden lag, trat der Mann weiter auf sie ein. Die Rentnerin erlitt dabei schwere Verletzungen am Kopf. Sie wurde in ein Krankenhaus eingeliefert und schwebt nach Angaben der Polizei weiterhin in Lebensgefahr. Wir, die AD-Demokraten, verurteilen diese abscheuliche Tat und wünschen dem Überfallopfer schnellstmögliche Genesung!

Die deutsche Presselandschaft hat genau wie die deutschsprachige internationale Presse auf diese abscheuliche Tat mit einer mindestens genauso abscheulichen Tat reagiert. Ganz offensichtlich wollte man durch gezielte Stigmatisierung neue Konsumentenkreise erschließen und den Absatz steigern. Sie hat den Zusammenhang dieser Tat ganz gezielt in Verbindung mit der Herkunft des Täters gebracht. Beispiele in Auszügen:

„Ein Mann (24) aus Kamerun, der offiziell als Student in Nürnberg ist, schlug – nur in Unterhose bekleidet – massiv auf die Rentnerin ein.“ (Bild, 13.12.2017)

„Laut Bild-Online soll es sich bei dem Angreifer um einen Mann aus Kamerun handeln, der sich als Student in Nürnberg aufhält.“ (Nordbayerische Kurier, 14.12.2017)

„Sie zeigen, wie am Mittwoch vergangener Woche eine 73-jährige Rentnerin brutal von einem Afrikaner (23) geschlagen und getreten wird.“ (TZ, 18.12.2017)

 „Afrikaner-Attacke in Nürnberg: 73-Jährige noch immer auf Intensivstation!“ (Blick, Schweiz, 20.12.2017)

Unter dem erst im März 2017 aktualisiertem Punkt 12.1 des Pressekodex des deutschen Presserates steht zum Thema Diskriminierung:

„In der Berichterstattung über Straftaten ist darauf zu achten, dass die Erwähnung der Zugehörigkeit der Verdächtigen oder Täter zu ethnischen, religiösen oder anderen Minderheiten nicht zu einer diskriminierenden Verallgemeinerung individuellen Fehlverhaltens führt. Die Zugehörigkeit soll in der Regel nicht erwähnt werden, es sei denn, es besteht ein begründetes öffentliches Interesse. Besonders ist zu beachten, dass die Erwähnung Vorurteile gegenüber Minderheiten schüren könnte.“

Nicht nur die Kommentare unter der entsprechenden Berichterstattung weisen auf einen klaren Verstoß gegen den Pressekodex hin. Auch für die rechtspopulistische AfD ist diese Form der „Berichterstattung“ eine willkommene Steilvorlage, um die Gesellschaft zu spalten und gegeneinander aufzuhetzen. Unter anderem postete Alice Weidel hierzu auf Facebook das Video und kommentierte, dass sie sich jeglichen Kommentar spare.

Screenshot Facebook

Die Hetze begann dann natürlich unter Ihrem Beitrag, quasi von ganz alleine. Da Ihr Post, von wem auch immer, gelöscht wurde, kann sie sich nun auch noch als Opfer feiern lassen. Nun starteten hierunter die „Feinde der Demokratie“ Ihre Hetze gegen den mutmaßlichen Löscher, Bundesjustizminister Heiko Maas.

Screenshot Facebook

Angesichts der Tatsache, dass 2016 alle 12 Tage ein Jugendlicher unter 18 Jahren ermordet worden ist, fragen wir uns: Warum wird hiervon so gut wie nie berichtet? Warum wird fast täglich von Übergriffen berichtet, sobald der Täter als nicht Autochthoner identifiziert ist?

Wir verurteilen diese diskriminierende Berichterstattung, die ganz allgemein auf die Stigmatisierung von Menschen mit Migrationshintergrund abzielt. Mithin also auf die Hauptmitglieder- und Wählergruppe der AD-Demokraten.