Kandidatin für Bundesvorstand: Nevin Toy-Unkel

Sehr geehrte Mitglieder des Bundesvorstandes,

hiermit möchte ich mich auf das Amt der Beisitzerin im Bundesvorstand bewerben. Im Folgenden stelle ich meine Person und meine Gründe für die Bewerbung dar:

Mein Name ist Nevin Toy Unkel, ich bin 49 Jahre alt, geboren in Istanbul, die Tochter türkischer Einwanderer, verheiratet und habe drei Kinder. Seit meiner frühesten Kindheit lebe ich in Deutschland. In unserer Partei bekleide ich das Amt der Landesgeneralsekräterin für NRW.

Nach meiner schulischen Ausbildung habe ich vorerst zusammen mit einer Kollegin und dann alleine als selbständige Fotografenmeisterin den Betrieb eines Fotoateliers in Marl (Westfalen)geführt, daraufhin als freie Fotografin und Fotografenmeisterin gearbeitet. Hier war es mein Wunsch und meine innere Motivation, auch mit Fotografien soziale und gellschaftliche Probleme der Migration zu dokumentieren. Daraus folgten Ausstellungen meiner Bilder verbunden mit autobiografischen Darstellungen der portraitierten und als Motiv dienenen Migranten im Rahmen örtlicher und überörtlicher Veranstaltungen, sowie in Museen.

Ich stellte jedoch im Laufe der Zeit fest, dass Fotografien und verfasste Texte zu den sozialen und gesellschaftlichen Themen von Migranten regelmäßig nur Ausschnitte und punkuelle Probleme dokumentieren. Insbesondere war für mich jedoch erkennbar, dass sich im Ergebnis an den Problemen der Gesellschaft mit Ausländern und Migranten nichts änderte, vielmehr im Laufe der Zeit sich nach meiner Sicht die Dinge noch verschärften.

Dies manifestierte sich meiner Ansicht nach gegenüber den türksichen Migranten auch deutlich in der Armenienresolution am 02.06.2016. Mit Mitstreitern habe ich daraufhin vor dem Landtag NRW in Düsseldorf eine Protestaktion organisiert und durchgeführt.

Was anderes konnte und mußte daher erfolgen, als die Gründung einer neuen Partei in Deutschland, die sich um unsere Belange als deutsche Staatsbürger mit Migrationshintergrund kümmert und für unsere Rechte eintritt. Die AD-Demoktraten waren geboren.

Sodann habe ich den Putschversuch im Juli 2016 vor Ort in der Türkei mit meinen damals 9 und 12 jährigen Söhnen miterleben müssen und war über die Reaktionen und Anfeindungen nicht nur im weiteren Ausland sondern insbesondere in Deutschland mehr als traurig und schockiert, ja richtigerweise wütend.

Auch für mich war daher der Weg in die politische Arbeit und Auseinandersetzung ein zwingender, den ich durch den Beitritt in unsere Partei gehen wollte und zur Wahrnehmung unserer Interessen gehen mußte. Meine Arbeit auf kommunaler und sodann landesweiter Ebene in der Partei, versehen mit den unzähligen direkten Gesprächen betroffener Migranten, zeigt mir, welches Potential unsere Partei und mein Engagement noch hat. Dabei betrachte ich als meine Stärke die argumentative aber auch emotionale Diskussion sowohl mit Skeptikern und Gegnern als auch mit Gleichgesinnten. Die auf NRW bezogenen durchaus positiven Wahlergebnisse auf Landesebene und Bundesebene bestätigen mich darin, dass ich mit unserer Partei noch Größeres schaffen möchte aber auch müsste.

Allerdings sehe ich nicht nur das politische Miteinander, sondern auch das sozialle Miteinander als notwendig und zwingend verbesserungswürdig an. Nachdem die Essener Tafel den Aufnahmestopp für Ausländer verhängte, sah ich es als meine moralische Pflicht an, sich auch hier sozial und menschlich zu engagieren und zu organisieren. Hieraus entstand auch unter meinem bescheidenen Mitwirken der Sofra e.V. als gemeinnütziger Verein, der sich für die Förderung der Hilfe für Flüchtlinge, sowie bedürftiger Menschen einsetzt und zu dessen Vorstand ich gehöre.

Meine Wahl als Beisitzerin im Bundesvorstand wird mich nicht von meiner persönlichen und sozialen Tätigkeit vor Ort abhalten können. Hieraus ziehe ich meine gestärkte Kraft für die tägliche Arbeit. Aber genau diese gestärkte Kraft möchte ich weiter dazu nutzen, uns bundesweit zusammen zu bringen, Diskussionen über die Landesgrenzen der jeweiligen Bundesländer hinweg zu führen und eine nach aussen hin gestärkte Einheit zu schaffen. Als Landesgeneralsekräterin NRW habe ich schon unterstützend mitgewirkt

bei der Gründung weiterer Landesverbände und befinde mich auch im ständigen Gespräch mit Mitgliedern des Bundesvorstandes in Bezug auf die Ideale und Zufunftsvisionen unserer Partei.

Wir sind eine junge und lebendige Partei, aber wir wollen ein politisches Sprachrohr nicht nur für wenige, sondern für viele Mitbürger sein, und dieses auch bundesweit. Man soll uns beachten, in politische Überlegungen und Meinungsbildungen einbeziehen. Ein parteiliches Amt auf Bundesebene wird mein Wort und meine Entscheidungskompetenzen zum Wohle und im Interesse unserer Partei stärken können. Daher möchte ich auf Bundesebene als Mitglied des Vorstands in der Eigenschaft als Beisitzerin Eure Unterstützung haben.

Mit freundlichen Grüßen Nevin Toy Unkel

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